Für das Jahr 2026 setzen wir einen Schwerpunkt auf die Erforschung und Befragung unserer KörperArchive, die wir gezielt mit der Geschichte des Theaterhauses Gessnerallee in Beziehung setzen. In dieser Begegnung entsteht ein Resonanzraum zwischen gelebtem Wissen, räumlicher Erinnerung und dokumentarischen Spuren.
Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit den Tanz-und Theaterwissenschaftlerinnen Julia Wehren und Alexandra Portmann (SAPA und Uni Bern) um diskursive und partizipative Formate erweitert. Wir laden interessierte Zuschauer:innen zu einem performativen Parcours, einer Lecture-Performance, zu Raumbespielungen und einem international besetzten Podium zur Institutionalisierung der Freien Szene in die Gessnerallee ein. Den Abschluss bildet ein mehrtägig begehbarer, kollektiver Erinnerungsraum.
Über den lokalen und individuellen Bezug – die Gessnerallee und die Erinnerungen – hinaus, strahlt die Arbeit mit dem KörperArchiv so als fortlaufender, mehrspuriger Prozess in weitgreifende Fragen zur Geschichte der darstellenden Künste in der Schweiz aus und bringt sie mit Themen wie Fragilität, Alter, Kollektivbildung und Wissen zusammen.Wir thematisieren architektonische, historische und soziale Aspekte. Für uns ist es sinnhaft, unsere älteren Körper in
Beziehung mit Räumen zu setzen, die ebenfalls eine lange Geschichte und zahlreiche Erinnerungspuren in sich tragen.
Im Theaterhaus Gessnerallee treffen wir auf einen Ort mit spezifischer Tanz- und Theatergeschichte. Uns interessiert die Zeit des Aufbruchs, Übergangs, und der Professionalisierung des Hauses, wie diese heute in der Patina der Räume mitschwingen und wie wir damit physisch in Resonanz treten.
Die Etablierung des Theaterhaus Gessnerallee als feste Institution in der Stadt Zürich ist ähnlich alt wie der Einstieg der Kollektivmitglieder in die professionelle Tanzszene. Anhand der Entwicklung dieses Hauses folgen wir so der Geschichte des Ortes wie auch unserer eigenen Tanzgeschichte.
| November 2025 – Februar 2026 | Entwicklung und Recherche Zu Gast im Theaterhaus Gessnerallee und KörperArchiv | Tanzhaus Zürich und Brücke 235 |
| 27. Feb.-1. März ; 28.2. 17:00 happening (geladene Gäste) | Happening: „celebrating history Gessnerallee“ | Gessnerallee, ZH |
| 7./8. März; 8.3. öffentliches sharing 17-18h | Zusammenarbeit mit SAPA, Julia Wehren | Gessnerallee, ZH |
| 10.-12. April; 12.3. Performance Körper/Archiv/Raum 17 – 18h | Recherche Körper / Archiv / Raum | Gessnerallee, ZH |
| 5.-7. Juni; 3. site-spezifische Performance 17 – 18h | site-spezifische Recherche | Gessnerallee, Zürich |
| 24.-27. September; 27. 9. öffentlicher Abschluss ab 15h | Erinnerungsraum: Dokumentation, Installation, Podium , Performance | Gessnerallee, Zürich |